36. Jahrestagung der Österreichischen Lateinamerikaforschung

Neuer Termin Jahrestagung

7.-8. Mai 2021
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Wissensdialoge, Transformation und nachhaltige Entwicklung

Lateinamerika ist ein Kontinent, der durch hochdynamische Transformationsprozesse gekennzeichnet ist. Dieser schließt gleichermaßen Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Technik, Kultur, Soziales, Natur und Umwelt ein. Damit dieser Transformationsprozess in Zukunft fair und nachhaltig verläuft, verpflichteten sich auch die lateinamerikanischen Staaten, die im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Die Ziele betreffen ganz unter-schiedliche Bereiche, die mit Bedacht auf Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen gestaltet und entwickelt werden sollen, wie Ökosysteme und Landwirtschaft, Energieversorgung und Umgang mit natürlichen Ressourcen, Armuts-bekämpfung, menschenwürdige Arbeit, Frieden, Ernährungssicherheit, Zugang zum Recht, Bildung und ein gesundes Leben für alle, Gestaltung von Städten und Siedlungen, Strategien gegen die drohende Klimakatastrophe sowie Gleichstellung der Geschlechter.

Die in Lateinamerika zu beobachtenden Transformationsprozesse stehen oft im Zusammen-hang mit dem vermehrten Einschluss und der Neubewertung lokaler bzw. indigener Wissensbestände, Konzeptionen und Praktiken, haben doch die indigenen Völker Latein-amerikas vielfältige Wege gefunden, auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen, ihre Rechte einzufordern und sich am öffentlichen Diskurs zu beteiligen. Mit ihrem vielfältigen Wissen, Denk-, Lebens- und Organisationsformen können sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen kulturellen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Entwicklung und zur sozial-ökologischen Transformation im Sinne der Ziele der Agenda 2030 leisten.

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Diálogo de saberes, transformaciones y desarrollo sostenible

América Latina es un continente caracterizado por dinámicos procesos de transformación. Estos incluyen los ámbitos de la política, economía, técnica, cultura, sociedad, natureleza y medio ambiente. Para asegurar que esos procesos de transformación sean justos y sostenibles en el futuro, los Estados latinoamericanos se comprometieron a implementar la Agenda 2030, adoptada en la cumbre de las Naciones Unidas en septiembre de 2015, con sus 17 Objetivos de Desarrollo Sostenible. Estos objetivos abarcan una amplia gama de sectores de acción que deben diseñarse y desarrollarse teniendo en cuenta la sostenibilidad, la justicia social y las fronteras ecológicas, como los ecosistemas, la agricultura, el suministro de energía, la gestión de los recursos naturales, la reducción de la pobreza, el trabajo digno, la paz, la seguridad alimentaria, el acceso a la justicia, la educación y una vida sana para todos, el diseño urbano, la igualdad de género y la lucha contra el cambio climático.

Los procesos de transformación observados en América Latina muchas veces están asociados a una mayor inclusión y revalorización de los conocimientos y prácticas locales y tradicionales. Los pueblos indígenas de América Latina han encontrado formas de llamar la atención sobre sus necesidades, reinvindicar sus derechos y participar público y políticamente. Con sus diversos saberes, formas de pensar, vivir y organizarse, pueden hacer una importante contribución al desarrollo cultural, social y económico y a la transformación socioecológica de acuerdo con los objetivos de la Agenda 2030.


Lateinamerikaforschung Austria

Die Lateinamerikaforschung Austria (LAF Austria) ist ein nicht auf Gewinn gerichteter Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen. Unsere Ziele sind

  • die Förderung der österreichischen Lateinamerikaforschung,
  • die interdisziplinäre Zusammenarbeit und internationale Vernetzung,
  • Informationsarbeit zu Lateinamerika in Österreich und
  • die Nachwuchsförderung in allen mit Lateinamerika befassten Forschungsbereichen.

Unsere Hauptaktivitäten sind

Jede physische oder juristische Person, die sich mit Fragen der Lateinamerikaforschung befasst, kann Mitglied werden.


Stipendien, Praktika und Auslandsdienst an der Tropenstation La Gamba

Stipendium
Die Tropenstation La Gamba in Costa Rica bietet vielfältige Möglichkeiten zur Feldforschung, insbesondere in den Bereichen der Bio- und Geowissenschaften. Um diese Forschungsmöglichkeiten verstärkt für fortgeschrittene Studierende zu erschließen, schreibt der Verein zur Förderung der Tropenstation La Gamba für das Jahr 2020 bis zu 4 Stipendien (in der Höhe von jeweils € 2.000,-) aus. Gefördert werden wissenschaftliche Forschungsarbeiten, insbesondere im Rahmen von Master- und PhD-Studien, die einen engen Bezug zur Tropenstation La Gamba aufweisen. Voraussetzung ist die Inskription der BewerberInnen an einer österreichischen Universität.

Info: La Gamba Stipendium

Praktikum
Die Tropenstation La Gamba ist eine Forschungs-, Lehr- und Weiterbildungseinrichtung im Süden von Costa Rica. Sie befindet sich in einem der artenreichsten tropischen Tieflandregenwälder Mittelamerikas, dem Nationalpark Piedras Blancas – Regenwald der Österreicher. Falls Sie an einem Praktikum im Naturschutzbereich oder an biologischer Tropenforschung interessiert sind, so melden Sie sich bei tropenstation.botanik@univie.ac.at

Info: La Gamba Praktikum

Auslandsdienst an der Tropenstation La Gamba
Sie können im Zuge eines freiwilligen „sozialen Jahres“ oder als Auslandsdiener an der Tropenstation mitwirken. Auslandsdienst wird nach §12b ZDG als Ersatz für den Zivildienst anerkannt.

Bei Interesse melden Sie sich bei tropenstation.botanik@univie.ac.at